Die Zukunft ist dezentral oder gar nicht

aboutpixel.de / Blüten-Windrad © Marnie Dieser Satz klingt so apodiktisch wie er wahr ist. Die Gegenwart wird durch das Streben nach grenzenlosem wirtschaftlichem Wachstum  bestimmt und der harte Kern dieses kapitalistischen Treibens sind die transnationalen Konzerne. Sie haben sich die Erde untertan gemacht und diktieren den Staaten die politische Agenda. Ihr Ziel ist das alles bestimmende Machtmonopol zur schrankenlosen Ausbeutung von Mensch und Natur.

Wer eine andere, eine menschliche Welt will, muss dezentral denken und handeln, Politik, Wissenschaft und Wirtschaften wieder näher zu den Menschen und deren Maß bringen. Er muss Großkraftwerke verhindern, ob sie nun mit Atom, Gas, Kohle oder solar betrieben werden. Auch DESERTEC ist ein zentralistisches Großprojekt, mit dem die Energiekonzerne ihre Monopole verteidigen wollen. Das Elektroauto ist, als vollwertiger Ersatz der heutigen Autos geplant, kein ökologisches Produkt, sondern dient dem Überleben der Automobilkonzerne.

Postwachstum und dezentrales Denken und Handeln sind eins. Und beider Schwerpunkt ist die Kommune, wo die Beteiligung der BürgerInnen an den öffentlichen Angelegenheiten am besten klappt, wenn man sie an allen sie betreffenden Projekten beteiligt und für umfassende Transparenz und Information sorgt.

Mit der Großmannsucht muß endlich Schluß sein. Wozu braucht man beispielsweise ein zusätzliches Kongresszentrum, obwohl 92 Prozent des Marktes an Tagungen und Kongressen schon von zwei bestehenden privaten Kongressanbietern in Bayreuth bedient werden? Solche überflüssigen Großprojekte steigern, das zeigt die Vergangenheit sehr deutlich, vor allem die städtischen Folgekosten und verengen damit den finanziellen Spielraum der Stadt. Die ökologische, wirtschaftliche und demografische Entwicklung macht es notwendig, sich auf die kommunalen Felder der Daseinsfürsorge zu konzentrieren: Arbeit, Wohnen, Energie, Mobilität und alle anderen Formen der Grundversorgung. Die neuen Leitideen müssen Sparen und Optimieren sein.

Die eigenen Stadtwerke bieten die Möglichkeit, eine dezentrale Energieversorgung zu organisieren. Leitgedanken dieser Energieversorgung müssen sein: Einsparung, Effizienz und Einsatz selbst produzierter erneuerbarer Energien für den verbleibenden Energiebedarf. Das nützt nicht nur der städtischen Umwelt, sondern auch der regionalen Wirtschaft.

Das Auto, auf das sich noch immer die städtische Verkehrspolitik konzentriert, verliert rapide seine Strahlkraft als kulturelles Leitmotiv und Statussymbol, an seine Stelle treten andere. Der steigende Anteil alter Menschen an der städtischen Bevölkerung bedingt die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Beides macht es nicht nur möglich, sondern notwendig, sich vom Autoverkehr abzuwenden und ökologisch verträgliche Mobilität zu fördern: ÖPNV, Fahrrad, Fußgänger.

Die kommunalen Möglichkeiten von Wirtschafts- und Arbeitsförderung sind begrenzt. Möglich ist es aber durchaus, das Entstehen von selbstorganisierten Betrieben in Form von Genossenschaften und anderen nichtkommerziellen Organisationsformen zu unterstützen. Sie sind der beste Ort, um die Privatisierungen der letzten Jahrzehnte rückgängig zu machen, Produkte und Dienstleistungen speziell der Daseinsvorsorge wieder aus dem Markt herauszunehmen, sie wieder nichtkommerziell und regional zu organisieren.

Bild: aboutpixel.de / Blüten-Windrad © Marnie

Bücher und Texte


SOZIAL VERANTWORTLICHE ÖFFENTLICHE BESCHAFFUNG IN EUROPA - Tuesday, November 6, 2012
http://www2.weed-online.org/uploads/landmark_praxisbeispiele_de_pdf.pdf

WEED setzt sich seit 2007 dafür ein, dass Städte und Gemeinden sozialverantwortlich und umweltverträglich einkaufen. Nur so kann verhindert werden, dasswir mit unseren Steuergeldern z. B. unfaire Löhne, Kinderarbeit undZwangsarbeit begünstigen. Die vorliegende Sammlung aktuellerPraxisbeispiele zeigt auf, welche konkreten Schritte auf dem Weg zu einernachhaltigen öffentlichen Beschaffung nötig sind. Vom Stadtratsbeschluss biszur tatsächlichen Umsetzung beschreiben wir Beispiele aus Malmö, Zürich,München, San Sebastian und Porto.

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Welche Vor- und Nachteile hat ein kostenloser ÖPNV? - Thursday, April 19, 2012
http://www.zukunft-mobilitaet.net/9011/analyse/kostenloser-oepnv-vorteile-nachteile-effekte/

Tallinn wagt es, Templin und Lübben haben es gewagt und Tübingen würde gerne: die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs kostenlos anbieten.

Ziel ist es, den ÖPNV zu stärken und die Bevölkerung zur Nutzung von und Bahn zu animieren. Autofahrer sollen vom Auto in die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Abgase, Lärm und Unfälle sollen verringert werden.

Ich möchte in diesem Artikel kurz auf die Vor- und Nachteile, die Wirkungen und Effekte eines kostenlosen ÖPNV eingehen.

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Kommunale Energieversorgung in Kalifornien - Saturday, February 4, 2012
http://www.who-owns-the-world.org/wp-content/uploads/2011/10/Latza-Recherche-SMUD.pdf
wem-gehört-die-welt, 09.2011:

Literatur? und Onlinerecherche zum Sacramento Municipal Utility District (SMUD), Energieversorgungsunternehmen in Kalifornien; Von Jan Latza | janlatza@web.de | September 2011

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Rot-Grün-Rot auf kommunaler Ebene - Tuesday, November 8, 2011
/LinkClick.aspx?link=http%3a%2f%2fwww.solidarische-moderne.de%2fde%2ftopic%2f70.best-practice.html&tabid=82&portalid=0&mid=483&language=en-US
Auch wenn es beim Zusammengehen von Rot-Rot-Grün auf landes- oder gar bundespolitischer Ebene vielleicht noch hapert – auf kommunaler Ebene findet eine Zusammenarbeit zwischen den drei Parteien bereits mancherorts statt. Wo, und wie genau, versuchen wir auf diesen Seiten aufzuzeigen. Wir freuen uns über weitere Hinweise.
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Deutsches Institut für Urbanistik - Wednesday, October 19, 2011
/LinkClick.aspx?link=http%3a%2f%2fwww.difu.de%2f&tabid=82&portalid=0&mid=483&language=en-US
Das Difu bietet auf seiner Homepage eine unübersehbare Fülle von Publikationen, Terminen und anderen Informationen.
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AKP-Buecher und Texte - Tuesday, October 18, 2011
Auf der Homepage der "AKP - Fachzeitschrift für alternative und grüne Kommunalpolitik" werden Texte und Bücher angeboten.
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Trierer Manifest - Sunday, March 20, 2011
/LinkClick.aspx?link=http%3a%2f%2fwww.buvko.de%2fergebnisse%2ftrierer-manifest.html&tabid=82&portalid=0&mid=483&language=en-US
BUVKO: Das hier vorgestellte Trierer Manifest begründet die notwendigen Strategien und Maßnahmen einer nachhaltigen Verkehrswende im Landverkehr, mit Schwerpunkt auf den Personenverkehr. Mit diesem Manifest wollen wir innerhalb der Bewegung für nachhaltige Mobilität eine Diskussion anregen, auf welche Ziele Bürgerinitiativen, Verbände und Einzelpersonen sich einigen können. Neben Forderungen an die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft beinhaltet das Manifest auch eine Standortbestimmung für Aktive hinsichtlich ihrer Arbeit und zu Fragen der Kooperation.
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