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By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016
Der Film "Die Caine war ihr Schicksal", mit dem unvergleichlichen Humphrey Bogart in der Hauptrolle des leicht paranoiden Kapitäns eines amerikanischen Kriegsschiffes, endet mit einer Verhandlung vor dem Kriegsgericht. Die untergebenen Offiziere, die dem Kapitän in einer Krisensituation das Kommando abgenommen hatten, waren wegen Meuterei angeklagt worden, wurden jedoch freigesprochen. Ihr erfolgreicher Verteidiger machte ihnen aber danach den Vorwurf, sie hätten dem Kapitän helfen müssen, statt gegen ihn zu intrigieren. Dem noch nicht sattelfesten "Chef" zu helfen, statt gegen ihn zu arbeiten, ist auch in der modernen betriebswirtschaftlichen Organisationslehre ein wichtiger Grundsatz.

In der Bayreuther Lokalpolitik wurde dieser Grundsatz nicht von allen beachtet. Die Stadtratsfraktion der CSU ließ mit dem Amtsantritt der neuen Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe keine Gelegenheit aus, ihr das Leben schwer zu machen. Sie kritisierte sie auch für Fehler, die noch von ihrem Amtsvorgänger Michael Hohl begangen wurden und die sie ausbügeln mußte. Das galt vor allem für die Erweiterung des Richard-Wagner-Museums, dessen Prozessablauf von Michael Hohl völlig falsch angegangen worden war. Die Sanierung des Festspielhauses wurde von ihm fahrlässig um Jahre verschlampt. CSU-Stadtrat Stefan Spechts Vorwurf nach dem verlorenen Bürgerentscheid zur Graserschule illustriert das kranke Verhältnis zur Oberbürgermeisterin:  "Sie hat sich herausgehalten, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre, die Mehrheitsmeinung des Stadtrates zu unterstützen". Fakt ist, daß sie sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung herausgehalten hat. Das war richtig, weil die Bayreuther Bürger*innen mit dem Bürgerbegehren die Entscheidung über Sanierung oder Neubau wieder an sich gezogen und damit die Entscheidung des Stadtrates annulliert hatten. Das Verhalten der CSU-Stadtratsfraktion gegenüber der Oberbürgermeisterin nenne ich von daher psychotisch. Diese Fraktion ist bis heute beleidigt, weil "ihr" OB Michael Hohl 2012 abgewählt wurde.

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By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016

Sie bleiben selbst in der Niederlage arrogant. Für Stefan Specht ist das Verhalten der Bayreuther Wähler*innen „bizarr“, für Thomas Bauske haben sie “mit  ganz viel Bauchgefühl“ entschieden, für Thomas Ebersberger haben sie „wohl mehr über Emotionen als über Fakten abgestimmt“,  für Thomas Hacker hat „die kurzfristige Emotion über die langfristig bessere Lösung gesiegt“. Die Bayreuther*innen, so das Fazit dieser arroganten Viererbande, sind nicht fähig, rationale faktengeleitete Entscheidungen zu treffen. Sie verlassen sich bizarrerweise nur auf ihre Gefühle. Das ist schon mal ein massives Mißtrauensvotum gegen ihre Wählerschaft. Ob sie sich bald eine neue suchen werden? Vielleicht und hoffentlich in der Antarktis?

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