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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Mittwoch, 24. Mai 2017
Bildergebnis für wahl Gegenwärtig ist das Hauptargument, warum man wählen gehen soll, das Erstarken der politischen Reaktion. Argumentiert wird, daß doch alle Demokraten gegen diese Nichtdemokraten zusammenstehen müssten. Wie unlogisch dieses Argument ist, erkennt man, wenn man sich die Gründe für das Erstarken der reaktionären oder gar faschistischen Parteien ansieht.

Es liegt nicht an der politischen oder gar intellektuellen Attraktivität der AFD und/oder ihrer Führungsfiguren, daß sie zurzeit hohe Wahlergebnisse erzielt. Ursächlich dafür ist zum einen die politisch-geistige Blindheit derer, die jedem reaktionären Alphaaffen nachlaufen würden. Zum anderen ist es die Vehemenz, mit der Vertreter*innen der staatstragenden Parteien die antifaschistischen Tabus der Vergangenheit beiseite räumten und damit der AFD den Weg in die Mitte...
By Werner Kolb on Samstag, 13. Mai 2017
Wer einer OnlineZeitung, die zur Zeit mehr für die Erhaltung einer offenen Gesellschaft tut als die Schulzokratie,vorwirft, "radikales und demokratiefeindliches Gedankengut" zu verbreiten, darf sich nicht wundern, wenn zurückgeholzt wird. Die Schulzokratie scheint ja der Meinung zu sein, schon die leiseste Kritik an ihr sei antidemokratisch und radikal. Das ist natürlich nichts Neues, die Schulzokratie hat noch nie Kritik vertragen. Sie spielt sich dann gerne als unschuldig verfolgtes Opfer auf bzw. als beleidigte Mimose. Außerdem reagiert sie auf alles Linke noch genauso allergisch wie einst Friedrich Ebert: ?Wenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich. Ich will sie aber nicht, ja ich hasse sie wie die Pest.? (Zit. nach Witt: Friedrich Ebert. 1992, S. 102; vgl. ders., S. 100 ff). Eine ähnliche Haltung ist wohl Ralf Stegner, der sich außerordentlich darüber freut, die Partei DIE LINKE nicht im Kieler Landtag zu haben (von der AFD sagte er nichts), und Hannelore Kohl zu eigen, die...
By Werner Kolb on Montag, 8. Mai 2017
Mein heutiger Leserbrief an die Nachdenkseiten zum Artikel "Merkel geht auf eine sichere neoliberale Mehrheit, wenn nicht sogar auf die absolute Mehrheit zu und die Sozis schlafen weiter."

Lieber Herr Müller,

Sie schreiben am Ende des oben genannten Artikels: "Also: allen, die glauben, man müsse die Sozialdemokraten vergessen, würde ich empfehlen, dann wenigstens zugleich mit ihrer Kritik zu formulieren, wie sie sich den politischen Wechsel vorstellen."

Davon fühle ich mich angesprochen, weil ich auch der Meinung bin, daß man die Schulzokraten vergessen sollte, auch wenn ich, ähnlich wie Sie, in den 1970er Jahren Mitglied der SPD war und aktiv bei den Jungsozialisten mitgemacht habe.

Sie wissen ja selber, daß es mit den sozialdemokratischen Parteien europaweit zuende geht: Griechenland, Italien, Spanien und jetzt Frankreich. Auch in Großbritannien sieht es mit Labour trotz Corbyn-Effekt nicht so gut aus. Wenn die deutschen Schulzokraten noch ein bißchen besser dastehen als die genannten...
By Werner Kolb on Montag, 10. April 2017
Von welchem Geist Pulse of Europe durchweht wird, verdeutlichte eine Teilnehmerin der Bayreuther Jubelveranstaltung: ""Europa ist das Größte für mich", ruft die Frau ins Mikrofon. "Wir müssen schauen, dass wir uns das erhalten."" Begründen tut sie es damit, daß ihre Kinder jetzt im Ausland studieren können und mit den "privaten Kontakten, die ohne die EU nicht zustande gekommen wären". Das ist eine private Sicht der Dinge, gegen die man nichts sagen kann. Politisch ist sie so gehaltvoll wie der Ausruf "Oh, wie schön ist Panama" in der gleichnamigen Kindergeschichte von Janosch. "Oh, wie schön ist Europa" würde auch als Titel der Website von"Pulse of Europe" taugen. Sie zeichnet völlig kritiklos ein Positivbild von einem »vereinten, demokratischen Europa«, in dem angeblich »die Achtung der Menschenwürde, die Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Respekt selbstverständliche Grundlage des Gemeinwesens« sind. Dieses naive, esoterisch angehauchte ?Think positive? wird auch von Soziologen kritisiert, wie man leicht auf Wikipedia erfahren kann: "Der Soziologe Simon Teure vom Berliner Institut für Protest- und Bewegungsforschung wurde am 17. März in der Zeitung Neues Deutschland dahingehend zitiert, dass die Proteste"vor allem jene Menschen an[sprechen], die vom Status-Quo-Europa profitieren: international Orientierte, besser Gebildete und besser Verdienende." Eine "Europa-Euphorie überblende[t]" die strukturellen Probleme Europas, wie beispielsweise "die fehlende sozialpolitische Orientierung, die Hilflosigkeit gegenüber den autoritären Entwicklungen in einzelnen Mitgliedsstaaten und die Abschottung nach außen".[35] Der Berliner Soziologe Dieter Rucht sieht "die Ziele zu pauschal formuliert", die "Forderungen zu abstrakt.""...
By Werner Kolb on Dienstag, 31. Januar 2017
Wenn auf der Leserbriefseite des NK (Ausgabe vom 26.01.2017, Windräder) schon das große Wünsch-Dir-was-Spezial aufgerufen wird, möchte ich auch meinen sehnlichsten Wunsch loswerden. Ich hätte gern einen süßen kleinen Planeten, auf dem sich nur Menschen ansiedeln dürfen, die ganz bestimmt keine Dumpfbacken sind. Das würde die Siedlungsdichte schon mal extrem niedrig halten. Er sollte an einem ganzjährig badewarmen Meer einen Sandstrand wie am Sylter Ellbogen haben. Und es sollte planetenweit täglich Freibier geben. Wenn ich diesen Wunsch jemandem sage, kriege ich allerdings immer die gleiche Antwort: "Junge, wenn Du das ernst meinst, solltest Du dringend einen Psychiater konsultieren".

Die liebe Frau Madeleine Luhzing aus Eckersdorf scheint es mit ihrem Wunsch nach einer windradlosen Welt ernst zu meinen. Leider sagt Sie uns nicht, wo der Strom dann herkommen soll. Wir brauchen ja eine Produktionsquelle, die den Strom mindestens ebenso ökologisch unbedenklich herzustellen vermag wie Windräder. Hat Sie vielleicht...
By Werner Kolb on Freitag, 11. November 2016


Das Anpreisen von Rot-Rot-Grün als Waffe gegen den wachsenden Wähleranteil von Rechten und Faschisten hat mal wieder Hochkonjunktur. Doch die Vorstellung, man könne durch die Zusammenarbeit der als links verorteten Parteien SPD, LINKE und GRÜNE wirksam die weitere Rechtswende der Wähler*innen verhindern, ist naiv. Und sie könnte sich als verhängnisvolle Fehlkalkulation erweisen.

Wer schon die politische Orientierung von Parteien mithilfe von Farben deuten will, sollte wenigstens die Farben wählen, die der realen Politik dieser Parteien entsprechen. Dann ist die Farbe der SPD nicht rot, sondern ein mehr und mehr  verblassendes Zartrosa. Für den Lafontaine/Wagenknecht-Flügel der Linken würde ich ein echtes Rot wählen, für die Reformer dieser Partei um Bartsch und Ramelow ein zartes Hellrot. Die heutigen Grünen kennzeichnet am besten ein verwaschenes Lindgrün. Ein rot-rot-grünes Bündnis ist also schon farblich gar...
By Werner Kolb on Montag, 22. August 2016
Ich sage: Keine Not- oder Schutzunterkünfte für Politiker*innen; denn wer sich geschützt glaubt, führt leichter Krieg. Stattdessen: Politiker*innen im Kriegsfall als erste an die Front (allerdings weiß ich nicht, wo in einem Atomkrieg die Front sein wird).
By Werner Kolb on Dienstag, 2. August 2016

Die Identitären wollen das eigene Volk durch das Verhindern von Zuwanderung  „rein halten“. Das ist, als wollte einer verhindern, daß in einen Mix aus allen Schnapssorten der Welt auch noch jemand einen Tropfen Wodka reinschüttet.

By Werner Kolb on Mittwoch, 20. Juli 2016


"Donald Trumps Festival der Lügen" lautet eine heutige Schlagzeile in Spiegel Online. Aufgezählt werden dann diverse Lügen von ihm. ""Lügen ist seine zweite Natur", sagt Tony Schwartz, der Ghostwriter des Trump-Bestsellers "The Art of the Deal", in einem Interview mit dem "New Yorker", das diese Woche für zahlreiche Schlagzeilen sorgte", wird zitiert. Doch die Teilnehmer*innen des Parteitags der Republikaner jubeln ihm und seinen Lügen zu. Nicht viel anderes gibt es zurzeit in der Türkei und überall dort zu besichtigen, wo Erdogan-Fans zu finden sind. Und überall dort, wo irgendwelche Gurus ihre ideologischen oder religiösen Glaubensbekenntnisse verkünden. Es gibt immer genug fanatisierte Menschen, die ihnen bedingungslos folgen. Dies gilt selbst für die ökonomische Ideologie des Neoliberalismus, die sich spätestens mit der Zockerkrise 2008/2009 selbst zerlegte,...
By Werner Kolb on Mittwoch, 6. Juli 2016
Sigmar Gabriel ist samt seiner Firma so glaubwürdig wie ein runtergekommener Autohändler, der versucht, seine 30 Jahre alten Rostlauben als "Premium-Gebrauchtwagen aus 1. Hand" zu verkaufen.

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