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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Freitag, 11. November 2016


Das Anpreisen von Rot-Rot-Grün als Waffe gegen den wachsenden Wähleranteil von Rechten und Faschisten hat mal wieder Hochkonjunktur. Doch die Vorstellung, man könne durch die Zusammenarbeit der als links verorteten Parteien SPD, LINKE und GRÜNE wirksam die weitere Rechtswende der Wähler*innen verhindern, ist naiv. Und sie könnte sich als verhängnisvolle Fehlkalkulation erweisen.

Wer schon die politische Orientierung von Parteien mithilfe von Farben deuten will, sollte wenigstens die Farben wählen, die der realen Politik dieser Parteien entsprechen. Dann ist die Farbe der SPD nicht rot, sondern ein mehr und mehr  verblassendes Zartrosa. Für den Lafontaine/Wagenknecht-Flügel der Linken würde ich ein echtes Rot wählen, für die Reformer dieser Partei um Bartsch und Ramelow ein zartes Hellrot. Die heutigen Grünen kennzeichnet am besten ein verwaschenes Lindgrün. Ein rot-rot-grünes Bündnis ist also schon farblich gar...
By Werner Kolb on Montag, 22. August 2016
Ich sage: Keine Not- oder Schutzunterkünfte für Politiker*innen; denn wer sich geschützt glaubt, führt leichter Krieg. Stattdessen: Politiker*innen im Kriegsfall als erste an die Front (allerdings weiß ich nicht, wo in einem Atomkrieg die Front sein wird).
By Werner Kolb on Dienstag, 2. August 2016

Die Identitären wollen das eigene Volk durch das Verhindern von Zuwanderung  „rein halten“. Das ist, als wollte einer verhindern, daß in einen Mix aus allen Schnapssorten der Welt auch noch jemand einen Tropfen Wodka reinschüttet.

By Werner Kolb on Mittwoch, 20. Juli 2016


"Donald Trumps Festival der Lügen" lautet eine heutige Schlagzeile in Spiegel Online. Aufgezählt werden dann diverse Lügen von ihm. ""Lügen ist seine zweite Natur", sagt Tony Schwartz, der Ghostwriter des Trump-Bestsellers "The Art of the Deal", in einem Interview mit dem "New Yorker", das diese Woche für zahlreiche Schlagzeilen sorgte", wird zitiert. Doch die Teilnehmer*innen des Parteitags der Republikaner jubeln ihm und seinen Lügen zu. Nicht viel anderes gibt es zurzeit in der Türkei und überall dort zu besichtigen, wo Erdogan-Fans zu finden sind. Und überall dort, wo irgendwelche Gurus ihre ideologischen oder religiösen Glaubensbekenntnisse verkünden. Es gibt immer genug fanatisierte Menschen, die ihnen bedingungslos folgen. Dies gilt selbst für die ökonomische Ideologie des Neoliberalismus, die sich spätestens mit der Zockerkrise 2008/2009 selbst zerlegte,...
By Werner Kolb on Mittwoch, 6. Juli 2016
Sigmar Gabriel ist samt seiner Firma so glaubwürdig wie ein runtergekommener Autohändler, der versucht, seine 30 Jahre alten Rostlauben als "Premium-Gebrauchtwagen aus 1. Hand" zu verkaufen.
By Werner Kolb on Dienstag, 28. Juni 2016
Der folgende Text bezieht sich auf einen "Essay" von Gesine Schwan in der taz vom 28.6.2016 mit dem Titel "Die Wende zum Guten":

In ihrem Aufsatz spricht die Sozialdemokratin und Politologin Gesine Schwan von Empathielähmung, von Missverständnissen, engstirniger Kommunikation und der Renaissance nationalistischer Vorurteile als Ursachen für den Brexit und die wachsende Unzufriedenheit europäischer Bürger*innen mit der Europäischen Union. Sie spricht nicht von den sozialen Verwerfungen durch die europäische Zockerkrise, deren Kosten den Steuerzahler*innen aufgehalst wurden und werden.  Nicht davon, daß die Politik der Kommission und des europäischen Rates weite Teile der Europäischen Union in ein Armenhaus verwandelt hat. Und auch nicht von der brutalen Unterdrückung demokratisch legitimierter Versuche, sich von den asozialen Folgen jener Austeritätspolitik zu befreien, die von der deutschen Regierung europaweit durchgesetzt wurde.

Sie schlägt vor, die "subjektiv wahrgenommene Abgehobenheit von Brüssel"...
By Werner Kolb on Freitag, 24. Juni 2016
"Europa-Politiker einig: Cameron ist der Schuldige", lautet die Schlagzeile über den Berichten des t-online-Portals zum Mehrheitsbeschluss der britischen Bevölkerung, aus der EU auszutreten; denn "er hätte das Referendum nie ansetzen dürfen". Ähnliches hörte man, als der damalige griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou es 2011 wagte, einen Volksentscheid ansetzen zu wollen, als es darum ging, die Austeritätspolitik der EU zu akzeptieren oder nicht. Er wurde aus dem Amt gejagt. Auch der heutige Ministerpräsident Alexis Tsipras bekam die ganze Wut der deutschen EU-Herrscher zu spüren, als er einen Volksentscheid mit ähnlicher Thematik durchsetzte und gewann. Angela Merkel und Wolfgang Schäuble verwandelten ihn in einen griechischen Vasallen ihrer nationalistischen Europapolitik. Dies alles und das Geschehen um CETA und TTIP haben mich dazu gebracht, vom entschiedenen Befürworter der EU zum entschiedenen Gegner dieser EU zu werden. Noch 2012 betitelte ich einen Blogeintrag mit "Rettet die EU: Schmeißt Deutschland raus"....
By Werner Kolb on Donnerstag, 2. Juni 2016
Wie lächerlich das Verhalten ideologieverseuchter Nationalisten in einer längst multikulturellen Gesellschaft ist, führen diese "Patrioten" gerade selbst vor. Sie protestieren gegen die Kinderfotos von Fußballern auf Schokoladenriegeln, weil einige abgebildete Nationalspieler mit deutscher Staatsangehörigkeit nicht blond und blauäugig, sondern andersfarbig daherkommen. Werden sie nun bei der kommenden Europameisterschaft jubeln, wenn Götze ein Tor schießt und sich empört abwenden, wenn es Özil tut?

Die eigentliche Frage ist aber, wie man mit diesen Ideologiezombies umgehen soll. Man weiß aus Studien, die seit den 1970er Jahren stetig erneuert werden, daß ein bis zu dreißigprozentiger Bevölkerungsanteil autoritäre Herrschaftsformen gutheißt. Diese Leute sehnen sich nach dem omnipotenten Alphaaffen, der sie ins gelobte Land führt, wo Bier und Schnaps in Strömen fließen und sie jeden Tag ein gegrilltes Spanferkel serviert bekommen. Die Wähler des FPÖ-Kandidaten bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl...
By Werner Kolb on Mittwoch, 11. Mai 2016
Wenn er nicht selbst so selbstherrlich und beratungsresistent daherkäme, könnte einem der SPD-Siggi richtig leidtun. In seiner obsessiven Sucht, alles zu personalisieren, lastet ihm  der gewöhnliche Journalismus die Misere der deutschen Sozialdemokratie fast alleine an. Nur glaubt denn wirklich jemand, die Umfragewerte der SPD würden deutlich steigen, wenn man nur die Figur an der Spitze austauscht?

Es ist schon mal unlauter, den jetzt zwanzigprozentigen Wähleranteil der SPD mit jenen erreichten Werten zu vergleichen, als es noch keine drei, sondern nur eine deutsche sozialdemokratische Partei gab. Summiert man die Forsa-Umfragewerte vom 13.4.2016 von SPD, Die Linke und Grünen, kommt man auf 21+9+14 = 44 %. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 waren es 25,7+8,6+8,4 = 42,7 %. Und als das letztemal ein Sozialdemokrat im Jahr 1998 Kanzler wurde, waren es 35,1+5,1+6,7 = 46,9 %.  Im Jahr 1972, als Willy Brandt auf einer Welle nationaler Begeisterung zum Kanzler  gekürt wurde, erreichte die SPD einen Wähleranteil ...

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