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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Mittwoch, 11. Mai 2016
Wenn er nicht selbst so selbstherrlich und beratungsresistent daherkäme, könnte einem der SPD-Siggi richtig leidtun. In seiner obsessiven Sucht, alles zu personalisieren, lastet ihm  der gewöhnliche Journalismus die Misere der deutschen Sozialdemokratie fast alleine an. Nur glaubt denn wirklich jemand, die Umfragewerte der SPD würden deutlich steigen, wenn man nur die Figur an der Spitze austauscht?

Es ist schon mal unlauter, den jetzt zwanzigprozentigen Wähleranteil der SPD mit jenen erreichten Werten zu vergleichen, als es noch keine drei, sondern nur eine deutsche sozialdemokratische Partei gab. Summiert man die Forsa-Umfragewerte vom 13.4.2016 von SPD, Die Linke und Grünen, kommt man auf 21+9+14 = 44 %. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 waren es 25,7+8,6+8,4 = 42,7 %. Und als das letztemal ein Sozialdemokrat im Jahr 1998 Kanzler wurde, waren es 35,1+5,1+6,7 = 46,9 %.  Im Jahr 1972, als Willy Brandt auf einer Welle nationaler Begeisterung zum Kanzler  gekürt wurde, erreichte die SPD einen Wähleranteil ...
By Werner Kolb on Montag, 9. Mai 2016
Beide Bürgerentscheide, das für die große Lösung und das dagegen, haben das Quorum verpasst, war am Abend des Abstimmungstages auf der städtischen website Wahlinformation zu lesen. Sowohl Befürworter wie Gegner der großen Lösung leiten daraus ab, daß sie möglicherweise anders dastünden, wenn mehr Bürger*innen sich beteiligt hätten. Und beklagen sich dann, daß das nicht passiert ist.

Wer sich über das Thema "Quorum" etwas genauer informieren will, sollte als erstes Wikipedia zu Rate ziehen: Quorum. Daraus mal ein für diesmal wichtiger Passus:

"Verfechter der Quoren behaupten, dass sie gut organisierte Minderheiten daran hindern, sich gegen Mehrheiten durchzusetzen und sie gleichsam mit einem neuen Gesetz zu überrumpeln oder gar zu entrechten. Kritiker halten das für unrealistisch, denn bei diesem Argument wird davon ausgegangen,...
By Werner Kolb on Donnerstag, 5. Mai 2016
Eigentlich wollte ich am Sonntag trotz aller Bedenken für die große Lösung der Stadthallensanierung stimmen. Und eigentlich wollte ich auch nichts mehr dazu schreiben. Doch dann kamen in den letzten Tagen wieder so Kennzeichnungen wie "maßgeschneidert oder kleinkariert" (Matthias Ose in einer Karikatur auf facebook) oder "dann hat wieder eine Minderheit entschieden"(Werner Ponsel im NK-Artikel von heute) oder "Da Herr Abele weitgehend unbekannt ist",...., "sollte er sich den Bürgern vorstellen und uns davon überzeugen, dass sein sonstiges bürgerliches Engagement vom Wohl für die Stadt Bayreuth getragen ist" (Fritz Miosga in seinem Leserbrief von heute) oder "Dass man jetzt noch kein ausgeklügeltes Nutzungskonzept vorlegen kann, ist doch ganz klar" (Klaus Höreth in seinem Leserbrief vom 3.5.2016). Das ist alles ziemlich arrogant daher gerotzt von Menschen, für die offensichtlich von vornherein nur die große Lösung infrage kam.

Es gibt aber halt auch noch Leute wie mich, für die ein "ausgeklügeltes Nutzungskonzept"...
By Werner Kolb on Dienstag, 19. April 2016
Alle Informationen, die ich bisher stadtseitig gesehen habe, drehen sich um Technik, Architektur und Kosten. Aber was ist mit den sozialen Fragen: Wer nutzte bisher die Stadthalle? Wieviele Nutzer haben welche Veranstaltungsarten? Aus welchen Bevölkerungskreisen kommen die Nutzer?

Wenn man dann über facebook danach fragt, kriegt man als Antwort: "Sehr geehrter Herr Kolb, wir bieten in den nächsten Wochen zahlreiche Führungen durch die Stadthalle an (immer samstags um 10 und um 14 Uhr), und am 3. Mai gibt es außerdem einen weiteren Infoabend. Dabei sind immer die wichtigsten Ansprechpartner, denen Sie gerne Ihre Fragen stellen können!"

Beim Infoabend am 18.04.2016 waren lt. Nordbayerischer Kurier 70 Menschen anwesend. Wieviele Infoabende es dauern würde, um alle Bayreuther*innen zu informieren, kann sich da jeder selbst ausrechnen. Für die Stadtverwaltung ist das Internet offenbar auch immer noch "Neuland".

Solange die Stadtverwaltung solche Zahlen als streng geheime Geheimzahlen behandelt,...
By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016

Sie bleiben selbst in der Niederlage arrogant. Für Stefan Specht ist das Verhalten der Bayreuther Wähler*innen „bizarr“, für Thomas Bauske haben sie “mit  ganz viel Bauchgefühl“ entschieden, für Thomas Ebersberger haben sie „wohl mehr über Emotionen als über Fakten abgestimmt“,  für Thomas Hacker hat „die kurzfristige Emotion über die langfristig bessere Lösung gesiegt“. Die Bayreuther*innen, so das Fazit dieser arroganten Viererbande, sind nicht fähig, rationale faktengeleitete Entscheidungen zu treffen. Sie verlassen sich bizarrerweise nur auf ihre Gefühle. Das ist schon mal ein massives Mißtrauensvotum gegen ihre Wählerschaft. Ob sie sich bald eine neue suchen werden? Vielleicht und hoffentlich in der Antarktis?

By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016
Der Film "Die Caine war ihr Schicksal", mit dem unvergleichlichen Humphrey Bogart in der Hauptrolle des leicht paranoiden Kapitäns eines amerikanischen Kriegsschiffes, endet mit einer Verhandlung vor dem Kriegsgericht. Die untergebenen Offiziere, die dem Kapitän in einer Krisensituation das Kommando abgenommen hatten, waren wegen Meuterei angeklagt worden, wurden jedoch freigesprochen. Ihr erfolgreicher Verteidiger machte ihnen aber danach den Vorwurf, sie hätten dem Kapitän helfen müssen, statt gegen ihn zu intrigieren. Dem noch nicht sattelfesten "Chef" zu helfen, statt gegen ihn zu arbeiten, ist auch in der modernen betriebswirtschaftlichen Organisationslehre ein wichtiger Grundsatz.

In der Bayreuther Lokalpolitik wurde dieser Grundsatz nicht von allen beachtet. Die Stadtratsfraktion der CSU ließ mit dem Amtsantritt der neuen Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe keine Gelegenheit aus, ihr das Leben schwer zu machen. Sie kritisierte sie auch für Fehler, die noch von ihrem Amtsvorgänger Michael Hohl begangen wurden und die sie ausbügeln mußte. Das galt vor allem für die Erweiterung des Richard-Wagner-Museums, dessen Prozessablauf von Michael Hohl völlig falsch angegangen worden war. Die Sanierung des Festspielhauses wurde von ihm fahrlässig um Jahre verschlampt. CSU-Stadtrat Stefan Spechts Vorwurf nach dem verlorenen Bürgerentscheid zur Graserschule illustriert das kranke Verhältnis zur Oberbürgermeisterin:  "Sie hat sich herausgehalten, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre, die Mehrheitsmeinung des Stadtrates zu unterstützen". Fakt ist, daß sie sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung herausgehalten hat. Das war richtig, weil die Bayreuther Bürger*innen mit dem Bürgerbegehren die Entscheidung über Sanierung oder Neubau wieder an sich gezogen und damit die Entscheidung des Stadtrates annulliert hatten. Das Verhalten der CSU-Stadtratsfraktion gegenüber der Oberbürgermeisterin nenne ich von daher psychotisch. Diese Fraktion ist bis heute beleidigt, weil "ihr" OB Michael Hohl 2012 abgewählt wurde.

...
By Werner Kolb on Samstag, 5. März 2016
Wie sehr CSU-Stadtrat Klaus Klötzer mit seiner Philippika gegen den Standort der Graserschule danebenliegt, hat die Initiative "Rettet die Graserschule" sehr schön dokumentiert, z.B. auf  http://www.rettet-die-graserschule.de/2016/03/faktenanalyse-klaus-kloetzer-und-der-feinstaub-i/ . So ist die von den Modernisierungsverweigerern gern angeführte Feinstaubbelastung am Hohenzollernring in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Sie beträgt nur noch ein Viertel des zulässigen Mittelwertes. Die Lärmbelastung am Nordring ist, entgegen des Lamentos der Modernisierungsverweigerer, nicht deutlich niedriger, sondern ähnlich hoch wie in der Innenstadt.

Wie unhistorisch Konservative denken, demonstrierte auch wieder Stadtrat Klaus Klötzer , der wohl so etwas wie der facebook-Beauftragte der Modernisierungsverweigerer ist, mit seiner Aussage vom 21.12.2015: "Verkehr nimmt bekanntermaßen nie ab, sondern...
By Werner Kolb on Montag, 22. Februar 2016
Bildergebnis für brauner mobDieser Begriff ist mir eingefallen, nachdem ich zahlreiche Verhaltensdeutungen von Menschen gelesen habe, die sich gern zu braunem Mob zusammenrotten und gegen Flüchtlinge hetzen. Sie müssen gar nicht wirklich Loser sein, die am Rand der Gesellschaft leben. Im braunen Mob finden sich immer mehr auch Menschen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft, mit guten Jobs und intaktem Familienleben. Sie fühlen sich trotzdem durch das Hereinbrechen von Fremdem in ihrer scheinbar heilen Welt bedroht und ungerecht gestört. Möglicherweise sind sie mit dem Gefühl, Loser zu sein und von der ganzen Welt ungerecht behandelt zu werden, schon geboren worden....
By Werner Kolb on Donnerstag, 14. Januar 2016
Mit seinem Vorschlag, veröffentlicht im Nordbayerischen Kurier vom 12.01.2016 (http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/integrationsbeitrag-gegen-schlepperei_436530), von Flüchtlingen einen Preis für die Einreise zu verlangen, zementiert Prof. Stadelmann den Status Quo. Warum sollen sich aufnehmende Staaten noch um die Beseitigung von Fluchtursachen kümmern, wenn sie die Zahl der ankommenden Flüchtlinge und die Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen mindestens drastisch reduzieren können?

Möglich ist sogar ein ökonomischer Fehlanreiz. Die untragbaren Zustände in Afghanistan, Irak und Syrien, die Menschen in die Flucht treiben,  sind durch kriegerische Interventionen von außen entstanden, insbesondere durch die Kriegspolitik der USA.

Ein zukünftiges "Geschäftsmodell" könnte also so aussehen:  Zuerst werden Staaten mithilfe politischer und militärischer Mittel solange destabilisiert, bis fluchttreibende Zustände erreicht worden sind. Daran verdienen schon mal die Rüstungsindustrie und Organisationen,...
By Werner Kolb on Sonntag, 6. Dezember 2015
"Die Wirtschaft sieht?s positiv", schreibt KurierLokalChefredakteur Frank Schmälzle in seinem Bericht über die TTIP-Diskussion im Hauptausschuss des Stadtrates. Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Es gibt bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine wachsende Zahl von TTIP-Gegnern. Gibt man auf Google "KMU gegen TTIP" als Suchbegriff ein, erhält man 57800 Ergebnisse. In Deutschland firmieren die heute 1913 TTIP-Gegner unter den KMU unter http://kmu-gegen-ttip.de/, in Österreich sind es unter http://kmus-gegen-ttip.at/ zur  Zeit 2027 Gegner. Die europaweite Gemeinwohlökonomie (https://www.ecogood.org/), deren Ziel es ist, Wirtschaftsunternehmen stärker als bisher  gemeinwirtschaftlich auszurichten, ist mit allen 1911 Mitgliedsunternehmen gegen TTIP.

Das sind angesichts von 2 Millionen KMU?s allein in Deutschland kleine Zahlen. Nur ist mir als IHK-Mitglied nicht bekannt,...

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