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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016

Sie bleiben selbst in der Niederlage arrogant. Für Stefan Specht ist das Verhalten der Bayreuther Wähler*innen „bizarr“, für Thomas Bauske haben sie “mit  ganz viel Bauchgefühl“ entschieden, für Thomas Ebersberger haben sie „wohl mehr über Emotionen als über Fakten abgestimmt“,  für Thomas Hacker hat „die kurzfristige Emotion über die langfristig bessere Lösung gesiegt“. Die Bayreuther*innen, so das Fazit dieser arroganten Viererbande, sind nicht fähig, rationale faktengeleitete Entscheidungen zu treffen. Sie verlassen sich bizarrerweise nur auf ihre Gefühle. Das ist schon mal ein massives Mißtrauensvotum gegen ihre Wählerschaft. Ob sie sich bald eine neue suchen werden? Vielleicht und hoffentlich in der Antarktis?

By Werner Kolb on Montag, 28. März 2016
Der Film "Die Caine war ihr Schicksal", mit dem unvergleichlichen Humphrey Bogart in der Hauptrolle des leicht paranoiden Kapitäns eines amerikanischen Kriegsschiffes, endet mit einer Verhandlung vor dem Kriegsgericht. Die untergebenen Offiziere, die dem Kapitän in einer Krisensituation das Kommando abgenommen hatten, waren wegen Meuterei angeklagt worden, wurden jedoch freigesprochen. Ihr erfolgreicher Verteidiger machte ihnen aber danach den Vorwurf, sie hätten dem Kapitän helfen müssen, statt gegen ihn zu intrigieren. Dem noch nicht sattelfesten "Chef" zu helfen, statt gegen ihn zu arbeiten, ist auch in der modernen betriebswirtschaftlichen Organisationslehre ein wichtiger Grundsatz.

In der Bayreuther Lokalpolitik wurde dieser Grundsatz nicht von allen beachtet. Die Stadtratsfraktion der CSU ließ mit dem Amtsantritt der neuen Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe keine Gelegenheit aus, ihr das Leben schwer zu machen. Sie kritisierte sie auch für Fehler, die noch von ihrem Amtsvorgänger Michael Hohl begangen wurden und die sie ausbügeln mußte. Das galt vor allem für die Erweiterung des Richard-Wagner-Museums, dessen Prozessablauf von Michael Hohl völlig falsch angegangen worden war. Die Sanierung des Festspielhauses wurde von ihm fahrlässig um Jahre verschlampt. CSU-Stadtrat Stefan Spechts Vorwurf nach dem verlorenen Bürgerentscheid zur Graserschule illustriert das kranke Verhältnis zur Oberbürgermeisterin:  "Sie hat sich herausgehalten, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre, die Mehrheitsmeinung des Stadtrates zu unterstützen". Fakt ist, daß sie sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung herausgehalten hat. Das war richtig, weil die Bayreuther Bürger*innen mit dem Bürgerbegehren die Entscheidung über Sanierung oder Neubau wieder an sich gezogen und damit die Entscheidung des Stadtrates annulliert hatten. Das Verhalten der CSU-Stadtratsfraktion gegenüber der Oberbürgermeisterin nenne ich von daher psychotisch. Diese Fraktion ist bis heute beleidigt, weil "ihr" OB Michael Hohl 2012 abgewählt wurde.

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By Werner Kolb on Samstag, 5. März 2016
Wie sehr CSU-Stadtrat Klaus Klötzer mit seiner Philippika gegen den Standort der Graserschule danebenliegt, hat die Initiative "Rettet die Graserschule" sehr schön dokumentiert, z.B. auf  http://www.rettet-die-graserschule.de/2016/03/faktenanalyse-klaus-kloetzer-und-der-feinstaub-i/ . So ist die von den Modernisierungsverweigerern gern angeführte Feinstaubbelastung am Hohenzollernring in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Sie beträgt nur noch ein Viertel des zulässigen Mittelwertes. Die Lärmbelastung am Nordring ist, entgegen des Lamentos der Modernisierungsverweigerer, nicht deutlich niedriger, sondern ähnlich hoch wie in der Innenstadt.

Wie unhistorisch Konservative denken, demonstrierte auch wieder Stadtrat Klaus Klötzer , der wohl so etwas wie der facebook-Beauftragte der Modernisierungsverweigerer ist, mit seiner Aussage vom 21.12.2015: "Verkehr nimmt bekanntermaßen nie ab, sondern...
By Werner Kolb on Montag, 22. Februar 2016
Bildergebnis für brauner mobDieser Begriff ist mir eingefallen, nachdem ich zahlreiche Verhaltensdeutungen von Menschen gelesen habe, die sich gern zu braunem Mob zusammenrotten und gegen Flüchtlinge hetzen. Sie müssen gar nicht wirklich Loser sein, die am Rand der Gesellschaft leben. Im braunen Mob finden sich immer mehr auch Menschen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft, mit guten Jobs und intaktem Familienleben. Sie fühlen sich trotzdem durch das Hereinbrechen von Fremdem in ihrer scheinbar heilen Welt bedroht und ungerecht gestört. Möglicherweise sind sie mit dem Gefühl, Loser zu sein und von der ganzen Welt ungerecht behandelt zu werden, schon geboren worden....
By Werner Kolb on Donnerstag, 14. Januar 2016
Mit seinem Vorschlag, veröffentlicht im Nordbayerischen Kurier vom 12.01.2016 (http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/integrationsbeitrag-gegen-schlepperei_436530), von Flüchtlingen einen Preis für die Einreise zu verlangen, zementiert Prof. Stadelmann den Status Quo. Warum sollen sich aufnehmende Staaten noch um die Beseitigung von Fluchtursachen kümmern, wenn sie die Zahl der ankommenden Flüchtlinge und die Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen mindestens drastisch reduzieren können?

Möglich ist sogar ein ökonomischer Fehlanreiz. Die untragbaren Zustände in Afghanistan, Irak und Syrien, die Menschen in die Flucht treiben,  sind durch kriegerische Interventionen von außen entstanden, insbesondere durch die Kriegspolitik der USA.

Ein zukünftiges "Geschäftsmodell" könnte also so aussehen:  Zuerst werden Staaten mithilfe politischer und militärischer Mittel solange destabilisiert, bis fluchttreibende Zustände erreicht worden sind. Daran verdienen schon mal die Rüstungsindustrie und Organisationen,...
By Werner Kolb on Sonntag, 6. Dezember 2015
"Die Wirtschaft sieht?s positiv", schreibt KurierLokalChefredakteur Frank Schmälzle in seinem Bericht über die TTIP-Diskussion im Hauptausschuss des Stadtrates. Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Es gibt bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine wachsende Zahl von TTIP-Gegnern. Gibt man auf Google "KMU gegen TTIP" als Suchbegriff ein, erhält man 57800 Ergebnisse. In Deutschland firmieren die heute 1913 TTIP-Gegner unter den KMU unter http://kmu-gegen-ttip.de/, in Österreich sind es unter http://kmus-gegen-ttip.at/ zur  Zeit 2027 Gegner. Die europaweite Gemeinwohlökonomie (https://www.ecogood.org/), deren Ziel es ist, Wirtschaftsunternehmen stärker als bisher  gemeinwirtschaftlich auszurichten, ist mit allen 1911 Mitgliedsunternehmen gegen TTIP.

Das sind angesichts von 2 Millionen KMU?s allein in Deutschland kleine Zahlen. Nur ist mir als IHK-Mitglied nicht bekannt,...
By Werner Kolb on Montag, 16. November 2015
Das mal wieder überall um sich greifende Betroffenheitsgetue ob der Anschläge in Paris erinnert mich an Erich Mielkes letzten Auftritt in der Volkskammer: "Ich liebe Euch doch alle". Man hat ihn dafür zu Recht ausgelacht; denn nur Psychopathen oder Neurotiker sind imstande, sich Gefühle für Menschen einzubilden, die ihnen völlig fremd sind. Auch echte Trauer empfindet man nur für Menschen, zu denen man eine emotionale Beziehung hatte. Die  allenthalben geäußerte Trauer ist deshalb falsch. Wir Europäer sind nach wie vor Nutznießer des Kapitalismus, der die ganze Welt ausbeutet, Menschen ermordet und ganze Völker in ökonomischer Abhängigkeit hält. Echt wäre diese Trauer nur, wenn sie sich gleichzeitig wütend gegen diesen Kapitalismus richten würde. Tut sie aber nicht. Das Übermalen des eigenen...
By Werner Kolb on Samstag, 14. November 2015
Etwas verwundert war ich schon, als ich heute am Stand der BI "Rettet die Graserschule" ehemalige StadträtInnen der SPD traf, die ihre gut gefüllten Unterschriftenlisten abgaben. Ist doch die jetzige Stadtratsfraktion der SPD mit Ausnahme von Christa Müller-Feuerstein für die Absiedlung der Graserschule an den Stadtrand. Die anderen acht StadträtInnen paktieren lieber mit der CSU statt mit ihrer Partei. Es ist aber gar nicht verwunderlich; denn die Stadtratsfraktion der SPD war bis zum plötzlichen Meinungswechsel, unter Führung ihres heutigen Vorsitzenden Thomas Bauske, immer für die Beibehaltung des jetzigen Standortes. Vielleicht hat der neue Kurs ja mehr damit zu tun, daß man wie die CSU-Fraktion verhindern will,...
By Werner Kolb on Donnerstag, 12. November 2015
Helmut Schmidt | Bildquelle: dpaEr war geradliniger und ehrlicher als andere Spitzenpolitiker. Des öfteren hat...
By Werner Kolb on Mittwoch, 4. November 2015
In der letzten Stadtratsdebatte wurden noch einmal die Argumente um die Verlagerung der Graserschule in einen Neubau am Stadtrand  erschöpfend diskutiert. Wäge ich die schulischen Argumente für und gegen diese Verlagerung ab, bleiben leichte  Vorteile für den Verbleib am gegenwärtigen Standort.

Die Debatte blieb aber merkwürdig statisch, weil sie sich auf die gegenwärtige Situation fixierte und zu erwartende Entwicklungen nicht einbezog. Obwohl die Graserschule seit 1875 als Schule am jetzigen Standort existiert und gut noch weitere 100 Jahre oder mehr als Schule erhalten werden kann, wurde nicht sie als Konstante berücksichtigt. Als unveränderbar  wird von den  Befürwortern der Verlagerung stattdessen die heutige Verkehrslage hingenommen. Tatsächlich entstand das heutige hohe Verkehrsaufkommen aber erst in den letzten 40 Jahren. Es hat sich in dieser geschichtlich kurzen Zeit bis zur heutigen extremen Intensität entwickelt. Wegen des dringend notwendigen Klimaschutzes und sparsameren Umgangs mit den endlichen...

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