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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Dienstag, 17. Januar 2012
Die Studien häufen sich, in denen (Rechts)konservativen eine geringere Intelligenz als liberal und/oder links gesinnten Menschen nachgewiesen wird. Von zweien solcher Studien berichteten Spiegel und Süddeutsche bereits im vorvergangen Jahr. Als Fazit und Subüberschrift brachte der  Spiegel am 1.3.2010: ?Je intelligenter Menschen sind, umso eher sind sie bereit, sich auf Neues einzulassen. Konservative und religiöse Menschen haben hingegen einen geringeren Intelligenzquotienten. Psychologen glauben, dass man das Phänomen evolutionsbiologisch erklären kann.?

Zitiert wird eine Studie des Psychologen Satoshi Kanazawa, die Befragungen von 14.000 US-amerikanischen Jugendlichen auswertete: ?In der National Longitudinal Study of Adolescent Health, deren Daten die Londoner Forscher nutzten, wurde auch nach der politischen Überzeugung der Jugendlichen gefragt. Jene, die sich als "very liberal" einstuften, was im Deutschen einer linken...
By Werner Kolb on Samstag, 7. Januar 2012
Das Internet ist eine großartige Erfindung.  Es hat mich keine 5 Minuten gekostet, ein Interview der taz mit Daniel Cohn-Bendit vom 12.10.2009 auszugraben, in dem er den grünen Saarländer Hubert Ulrich einen Mafioso nennt. Heute, nach dem Ende der Jamaika-Koalition im Saarland, bestätigen sich Cohn-Bendits Befürchtungen.

Nach der letzten saarländischen Landtagswahl 2009 hatten die Grünen die einmalige Chance, mit einer Koalition aus SPD, Linke und Grünen  Geschichte zu schreiben. Zum ersten Mal wäre die Linke an einer Regierung im westlichen Teil der Republik beteiligt worden. Man hätte der Republik zeigen können, daß eine solche Regierungskoalition funktioniert und damit  Mißtrauen und antikommunistische Vorurteile wenn nicht beseitigen, dann doch mindern können. Selbst die Bildung einer Regierung in Nordrhein-Westfalen 2010 wäre dadurch möglicherweise beeinflußt worden; denn auch dort ging es darum, ob die Linke an der Regierung...
By Werner Kolb on Donnerstag, 17. November 2011
In seinem Spiegelessay ?Europas schleichende Auflösung? (Spiegel Nr. 45 vom 7.11.2011) zitiert der britische Historiker als Beleg für seine Thesen Jin Liqun, Aufsichtsratsvorsitzender des Staatsfonds CIC (China Investment Corporation): ?Die Wurzel des Übels sind der überlastete Wohlfahrtsstaat, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa errichtet wurde ? und die zur Faulheit und Trägheit verleitenden Arbeitsmarktregelungen. Die Menschen sollten ein wenig härter und länger arbeiten, und sie sollten innovativer sein. Wir Chinesen arbeiten wie verrückt?.

Wenn man sich nun die Diktate anschaut, die von IWF, EU und EZB den wankenden Staaten der EURO-Zone ( Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland) verordnet wurden, meint man, diese Troika des Grauens habe sich bei Jin Liqun erkundigt, was zu tun sei. Die regierenden Politiker geben sich keine Mühe, das von der Finanzwirtschaft in der Finanzkrise verbrannte Geld bei den Finanzinvestoren, den Banken und Spekulanten zurückzuholen. Sie nutzen die Gelegenheit...
By Werner Kolb on Donnerstag, 3. November 2011
Wer das Volk samt Demokratie ins Spiel bringt, wird gestürzt. Nur zwei Tage hat es gedauert, bis der griechische Ministerpräsident Papandreou gezwungen wurde, seine Regierungsmacht an eine mit der Opposition ausgehandelte Übergangsregierung abzugeben, auch von seinen eigenen Leuten. Und die Opposition, die sich bisher einer nationalen Einheitsregierung verweigerte, macht plötzlich mit. Von einem Referendum ist keine Rede mehr. Damit hat die Finanzwirtschaft dokumentiert, daß sie die Macht hat. Die politische Elite gehorcht.

Das ist nicht zu belegen, weil vorläufig niemand weiß, welche Netzwerke, Beziehungen und Gespräche benutzt wurden, um diese Entwicklung herbeizuführen. Auch ist es meist unnötig, nach Verschwörungen zu suchen. Verbunden sind die Eliten in Politik und Wirtschaft durch das unsichtbare Band ihrer gleichen Ideologie, besser Religion: capitalism first. Folgt man aber der Spur des Geldes, führt sie direkt zum Finanzkapital, zu Banken, Hedgefonds und Versicherungen. Sie hätten viel Geld verlieren...
By Werner Kolb on Dienstag, 1. November 2011
In einem Urteil vom 18.11.2010 stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, daß eine Radwegebenutzungspflicht (angezeigt mit einem blauen Verkehrszeichen), nur angeordnet werden darf, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko erheblich übersteigt. Auch in Bayreuth müssen damit eine ganze Reihe blauer Schilder entfernt werden.

In München, Bamberg und Kulmbach, um nur drei Beispiele zu nennen, ist man bereits dabei, die Schilder abzubauen. In Bayreuth dagegen ist noch nichts passiert, im Rathaus liegt sogar noch die Broschüre "Alles im Blick - Regelungen zum Radverkehr" aus, in der gleich auf Seite 5 die inzwischen größtenteils rechtswidrige Anordnung steht: "Wo die blauen Radwegeschilder stehen, sind die vorhandenen Radwege und Radfahrstreifen zu benutzen." Außerdem hat man die Verkehrsverbände gebeten, Vorschläge zu machen, wo die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben werden soll. Diese Bitte wirft die Frage auf, ob die Verantwortlichen im Rathaus...
By Werner Kolb on Dienstag, 20. September 2011
Rollwagen, Wild, Mronz sind drei Namen, die man sofort mit dem wichtigsten politischen Bayreuther Amt in Verbindung bringt, dem des Oberbürgermeisters. Von allen dreien wird jeder sagen, außer vielleicht die CSU, daß sie als Oberbürgermeister für die ganze Stadt, für alle Bürger da waren. Sie gingen genau deshalb spätestens, wenn sie gewählt waren, auf Distanz zu ihrer Partei, um dies sichtbar zu machen. Keiner von ihnen hatte ein herausgehobenes Parteiamt.

Umso fassungsloser machte mich die Nachricht, daß der amtierende CSU-Oberbürgermeister Hohl den Kreisvorsitz der örtlichen CSU übernehmen will. Wie will ein CSU-Kreisvorsitzender als OB unvoreingenommen tun, was jetzt von der grünen Stadträtin Steininger von ihm gefordert wird: Aufklärung darüber, wie die freihändige Auftragsvergabe der Architekturleistungen bei der Sanierung des Zentrums durch den von CSU-Stadträten dominierten Zentrumsvorstand an den CSU-Stadtrat und Architekten Hauck zustande kam. Das stinkt, da gebe ich Frau Steininger recht, zum...
By Werner Kolb on Dienstag, 19. Juli 2011
Sie finden nichts Ungewöhnliches an diesen drei älteren Herren? Ich auch nicht. Das ist aber das Dilemma; denn alle drei werden als mögliche Kanzlerkandidaten der SPD gehandelt. Der ältere Herr links ist Peer Steinbrück. Von ihm sind zwei außergewöhnliche Geschichten zu berichten. In der einen Geschichte ist er ein Politiker, der nur solange Ministerpräsident war, nämlich in Nordrhein-Westfalen von 2002 bis 2005 als Nachfolger von Wolfgang Clement, wie er dazu nicht gewählt werden mußte. Bei der Landtagswahl 2005 verlor er gegen Jürgen Rüttgers. Die zweite Geschichte handelt davon, daß er bis zur Pleite der Bank "Lehman Brothers" im September 2008 steif und fest behauptete, daß die deutschen Banken von den...
By Werner Kolb on Donnerstag, 14. Juli 2011
Das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, der Titel der Geschichte, die jetzt wieder von der Politik über die Ratingagenturen erzählt wird. Die großmächtigen Politiker möchten damit vergessen machen, daß sie es waren, die kriminellerweise alle Warnungen in den Wind schlugen und den EURO einführten, ohne EURO-Land eine gemeinsame Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik zu verordnen. Seitdem driften die EURO-Länder wirtschaftlich auseinander. Die Finanzkrise war der letzte Punch, der die angeschlagenen Länder niederstreckte. Bis heute weigert sich die Politik, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen und die Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik in EURO-Land zu vereinheitlichen. Stattdessen schiebt man den Ratingagenturen den Schwarzen Peter zu mit dem Argument, sie würden die Schuldenkrise der angeschlagenen EURO-Länder verstärken. Genausogut könnte man alle Maßbänder aus dem Verkehr ziehen mit der Begründung, dass sie zu genau messen. Das heißt nicht, daß die Ratingagenturen ohne Fehl und Tadel sind. Ihre...
By Werner Kolb on Montag, 21. März 2011
Selbst die positive Entscheidung, die sieben alten Atomkraftwerke wenigstens vorläufig vom Stromnetz zu nehmen, enthält noch eine schlimme Erfahrung: Auch eine Kanzlerin, die Physik studiert hat, gründet ihr Handeln im Zusammenhang mit lebensgefährlichen Großtechnologien auf Erfahrung, in diesem Fall auf die Erfahrung der entsetzlichen Geschehnisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1.



Handeln aus Erfahrung ist die archaische Form des Entscheidens, die schon unsere Vorfahren als Jäger und Sammler beherrschten. Für sie war das, vor 70000 Jahren, eine ihrer Umwelt und deren Gefahren angemessene Verhaltensweise; denn die vielleicht schlimmste drohende Gefahr war, daß einer aus der Horde von einem Raubtier angefallen und getötet wird. Sie taugt aber ganz bestimmt nicht für heutige Großtechnologien, deren "Restrisiko" bei Eintritt des Risikofalles darin besteht, daß weite Teile Deutschlands für Jahrtausende radioaktiv verseucht werden und Tausende Menschen direkt oder erst nach Jahren getötet werden....
By Werner Kolb on Donnerstag, 3. März 2011
In der Vergangenheit sind immer wieder Studien erschienen mit der immer gleichen Aussage, daß etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung autoritären Staatsstrukturen zuneigt, sich nach dem "starken Mann" sehnt. In der nüchternen Sprache wissenschaftlicher Studien klang das nicht so aufregend. Die Ergebenheitsadressen der Guttenbergschen Anhänger malen diese "Studienskizzen" jetzt aber zu einem Bild des Entsetzens aus. Wie unselbständig, charakterschwach und orientierungslos muß sein, wer seiner "Lichtgestalt" auch dann noch verbal die Füße küßt und weiter an ihr Halt sucht, wenn die sich als Betrüger erwiesen hat? Als skrupelloser Karrierist, der bedenkenlos sein Personal feuert, wenn er Sündenböcke braucht. Als Blender, der zwar spektakuläre Schnellschüsse setzt, dann aber, wie bei der Opelkrise, schnell den Schwanz einzieht, wenn es für seine Karriere brenzlig wird. Oder der schnell mal eine riesige Bundeswehrreform, im Prinzip begrüßenswert, in die Welt setzt, ohne vorher wichtige Voraussetzungen bedacht...

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