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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Montag, 22. Februar 2016
Bildergebnis für brauner mobDieser Begriff ist mir eingefallen, nachdem ich zahlreiche Verhaltensdeutungen von Menschen gelesen habe, die sich gern zu braunem Mob zusammenrotten und gegen Flüchtlinge hetzen. Sie müssen gar nicht wirklich Loser sein, die am Rand der Gesellschaft leben. Im braunen Mob finden sich immer mehr auch Menschen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft, mit guten Jobs und intaktem Familienleben. Sie fühlen sich trotzdem durch das Hereinbrechen von Fremdem in ihrer scheinbar heilen Welt bedroht und ungerecht gestört. Möglicherweise sind sie mit dem Gefühl, Loser zu sein und von der ganzen Welt ungerecht behandelt zu werden, schon geboren worden....
By Werner Kolb on Donnerstag, 14. Januar 2016
Mit seinem Vorschlag, veröffentlicht im Nordbayerischen Kurier vom 12.01.2016 (http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/integrationsbeitrag-gegen-schlepperei_436530), von Flüchtlingen einen Preis für die Einreise zu verlangen, zementiert Prof. Stadelmann den Status Quo. Warum sollen sich aufnehmende Staaten noch um die Beseitigung von Fluchtursachen kümmern, wenn sie die Zahl der ankommenden Flüchtlinge und die Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen mindestens drastisch reduzieren können?

Möglich ist sogar ein ökonomischer Fehlanreiz. Die untragbaren Zustände in Afghanistan, Irak und Syrien, die Menschen in die Flucht treiben,  sind durch kriegerische Interventionen von außen entstanden, insbesondere durch die Kriegspolitik der USA.

Ein zukünftiges "Geschäftsmodell" könnte also so aussehen:  Zuerst werden Staaten mithilfe politischer und militärischer Mittel solange destabilisiert, bis fluchttreibende Zustände erreicht worden sind. Daran verdienen schon mal die Rüstungsindustrie und Organisationen,...
By Werner Kolb on Sonntag, 6. Dezember 2015
"Die Wirtschaft sieht?s positiv", schreibt KurierLokalChefredakteur Frank Schmälzle in seinem Bericht über die TTIP-Diskussion im Hauptausschuss des Stadtrates. Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Es gibt bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine wachsende Zahl von TTIP-Gegnern. Gibt man auf Google "KMU gegen TTIP" als Suchbegriff ein, erhält man 57800 Ergebnisse. In Deutschland firmieren die heute 1913 TTIP-Gegner unter den KMU unter http://kmu-gegen-ttip.de/, in Österreich sind es unter http://kmus-gegen-ttip.at/ zur  Zeit 2027 Gegner. Die europaweite Gemeinwohlökonomie (https://www.ecogood.org/), deren Ziel es ist, Wirtschaftsunternehmen stärker als bisher  gemeinwirtschaftlich auszurichten, ist mit allen 1911 Mitgliedsunternehmen gegen TTIP.

Das sind angesichts von 2 Millionen KMU?s allein in Deutschland kleine Zahlen. Nur ist mir als IHK-Mitglied nicht bekannt,...
By Werner Kolb on Montag, 16. November 2015
Das mal wieder überall um sich greifende Betroffenheitsgetue ob der Anschläge in Paris erinnert mich an Erich Mielkes letzten Auftritt in der Volkskammer: "Ich liebe Euch doch alle". Man hat ihn dafür zu Recht ausgelacht; denn nur Psychopathen oder Neurotiker sind imstande, sich Gefühle für Menschen einzubilden, die ihnen völlig fremd sind. Auch echte Trauer empfindet man nur für Menschen, zu denen man eine emotionale Beziehung hatte. Die  allenthalben geäußerte Trauer ist deshalb falsch. Wir Europäer sind nach wie vor Nutznießer des Kapitalismus, der die ganze Welt ausbeutet, Menschen ermordet und ganze Völker in ökonomischer Abhängigkeit hält. Echt wäre diese Trauer nur, wenn sie sich gleichzeitig wütend gegen diesen Kapitalismus richten würde. Tut sie aber nicht. Das Übermalen des eigenen...
By Werner Kolb on Samstag, 14. November 2015
Etwas verwundert war ich schon, als ich heute am Stand der BI "Rettet die Graserschule" ehemalige StadträtInnen der SPD traf, die ihre gut gefüllten Unterschriftenlisten abgaben. Ist doch die jetzige Stadtratsfraktion der SPD mit Ausnahme von Christa Müller-Feuerstein für die Absiedlung der Graserschule an den Stadtrand. Die anderen acht StadträtInnen paktieren lieber mit der CSU statt mit ihrer Partei. Es ist aber gar nicht verwunderlich; denn die Stadtratsfraktion der SPD war bis zum plötzlichen Meinungswechsel, unter Führung ihres heutigen Vorsitzenden Thomas Bauske, immer für die Beibehaltung des jetzigen Standortes. Vielleicht hat der neue Kurs ja mehr damit zu tun, daß man wie die CSU-Fraktion verhindern will,...
By Werner Kolb on Donnerstag, 12. November 2015
Helmut Schmidt | Bildquelle: dpaEr war geradliniger und ehrlicher als andere Spitzenpolitiker. Des öfteren hat...
By Werner Kolb on Mittwoch, 4. November 2015
So alle paar Jahre esse ich einen Burger von einer dieser unsäglichen FastFoodKetten. Für die nächsten Jahre weiß ich dann wieder, warum ich den Scheiß nicht esse. Mit manchen ehemaligen Wirkungsstätten ist es ähnlich. Nach dem zweiten Besuch des Stadtrates seit 2002 am letzten Mittwoch wusste ich wieder, warum ich dieses Gremium leichten Herzens verlassen habe. Die vergangenen 13 Jahre helfen natürlich, die Betriebsblindheit des Insiders zu verlieren.

Die meisten Teilnehmer dieses monatlichen Events scheinen sich verabredet zu haben, ein Gefühl gepflegter Langeweile zu verbreiten. Ihre Kunst, rhetorische Ödnis zu zelebrieren, ist hoch entwickelt. Mich erinnerten die meisten Redebeiträge an das Vorlesen eines Grundbucheintrages durch einen routinierten Notar. Dazu passt, daß man nur mühsam herausfinden kann, welcher Hinterkopf gerade redet. Die Stadträte sitzen nämlich immer noch in jener altehrwürdigen strikten Ordnung vor der/m ZuschauerIn, wie sie wohl schon zu Zeiten Kaiser Wilhelms beim Unterrichten...
By Werner Kolb on Mittwoch, 4. November 2015
In der letzten Stadtratsdebatte wurden noch einmal die Argumente um die Verlagerung der Graserschule in einen Neubau am Stadtrand  erschöpfend diskutiert. Wäge ich die schulischen Argumente für und gegen diese Verlagerung ab, bleiben leichte  Vorteile für den Verbleib am gegenwärtigen Standort.

Die Debatte blieb aber merkwürdig statisch, weil sie sich auf die gegenwärtige Situation fixierte und zu erwartende Entwicklungen nicht einbezog. Obwohl die Graserschule seit 1875 als Schule am jetzigen Standort existiert und gut noch weitere 100 Jahre oder mehr als Schule erhalten werden kann, wurde nicht sie als Konstante berücksichtigt. Als unveränderbar  wird von den  Befürwortern der Verlagerung stattdessen die heutige Verkehrslage hingenommen. Tatsächlich entstand das heutige hohe Verkehrsaufkommen aber erst in den letzten 40 Jahren. Es hat sich in dieser geschichtlich kurzen Zeit bis zur heutigen extremen Intensität entwickelt. Wegen des dringend notwendigen Klimaschutzes und sparsameren Umgangs mit den endlichen...
By Werner Kolb on Mittwoch, 30. September 2015
Vielen Dank für diese genaue Lagebeschreibung. Sie macht auch wieder deutlich, was ich von Anfang an behauptet habe. Es geht nicht um eine "bessere" Schule für die SchülerInnen der Graserschule, sondern darum, die Kinder der Bayreuther Privilegierten von der "Migranten- und Proleten"-Graserschule separieren zu können. Auf den Neubau kamen Hacker und Co erst, als der Kampf um die Pavillons verloren war. Unterstützt wurde meine Behauptung auch durch den Versuch der CSU, die Schulsprengel in Bayreuth neu einteilen zu wollen. Das Problem, das sie dabei haben ist, daß das glücklicherweise eine Regierungsangelegenheit ist. Auch die Nachricht, die mich vor einigen Wochen erreichte von einer Familie, die lieber in die Nähe der Lerchenbühlschule umzieht, um ihr Kind nicht in die Graserschule...
By Werner Kolb on Dienstag, 27. Januar 2015
Jetzt ist der Geist der Flasche entfleucht. Es geht um Klassenkampf. Schon der Neubau der Graserschule, statt Sanierung, war nur mit hohem Aufwand an lauen Argumenten gerade noch zu begründen. Doch mit der von der CSU beabsichtigten Neueinteilung der Schulsprengel sagt sie unausgesprochen, taktisch vielleicht ein bißchen zu bald, daß es in Wirklichkeit um die Separierung des Nachwuchses Bayreuther Privilegierter geht. Sie sollen nicht mit den Sprößlingen der Bayreuther Unterklasse in eine Schule gehen müssen. Spürbar war dieser Hintergrund schon bei der überaus lautstarken, aber immer fadenscheinigen Verteidigung der Schulpavillons an der Alexander-von-Humboldt-Realschule durch die Privilegiertenlobby. Der einzige akzeptable Grund war damals, den Kleinen Wege zu ersparen. Doch dieser Grund war mit der öffentlich gewordenen Tatsache vom Tisch, daß sie sowieso des öfteren in die Graserschule müssen. Und die Kleinrechnerei einer Sanierung der Pavillons wurde glaubwürdig von der Stadtverwaltung widerlegt. Die Zusammenlegung...

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