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By Werner Kolb on Montag, 16. November 2015
Das mal wieder überall um sich greifende Betroffenheitsgetue ob der Anschläge in Paris erinnert mich an Erich Mielkes letzten Auftritt in der Volkskammer: "Ich liebe Euch doch alle". Man hat ihn dafür zu Recht ausgelacht; denn nur Psychopathen oder Neurotiker sind imstande, sich Gefühle für Menschen einzubilden, die ihnen völlig fremd sind. Auch echte Trauer empfindet man nur für Menschen, zu denen man eine emotionale Beziehung hatte. Die  allenthalben geäußerte Trauer ist deshalb falsch. Wir Europäer sind nach wie vor Nutznießer des Kapitalismus, der die ganze Welt ausbeutet, Menschen ermordet und ganze Völker in ökonomischer Abhängigkeit hält. Echt wäre diese Trauer nur, wenn sie sich gleichzeitig wütend gegen diesen Kapitalismus richten würde. Tut sie aber nicht. Das Übermalen des eigenen...
By Werner Kolb on Samstag, 14. November 2015
Etwas verwundert war ich schon, als ich heute am Stand der BI "Rettet die Graserschule" ehemalige StadträtInnen der SPD traf, die ihre gut gefüllten Unterschriftenlisten abgaben. Ist doch die jetzige Stadtratsfraktion der SPD mit Ausnahme von Christa Müller-Feuerstein für die Absiedlung der Graserschule an den Stadtrand. Die anderen acht StadträtInnen paktieren lieber mit der CSU statt mit ihrer Partei. Es ist aber gar nicht verwunderlich; denn die Stadtratsfraktion der SPD war bis zum plötzlichen Meinungswechsel, unter Führung ihres heutigen Vorsitzenden Thomas Bauske, immer für die Beibehaltung des jetzigen Standortes. Vielleicht hat der neue Kurs ja mehr damit zu tun, daß man wie die CSU-Fraktion verhindern will,...
By Werner Kolb on Donnerstag, 12. November 2015
Helmut Schmidt | Bildquelle: dpaEr war geradliniger und ehrlicher als andere Spitzenpolitiker. Des öfteren hat...
By Werner Kolb on Mittwoch, 4. November 2015
In der letzten Stadtratsdebatte wurden noch einmal die Argumente um die Verlagerung der Graserschule in einen Neubau am Stadtrand  erschöpfend diskutiert. Wäge ich die schulischen Argumente für und gegen diese Verlagerung ab, bleiben leichte  Vorteile für den Verbleib am gegenwärtigen Standort.

Die Debatte blieb aber merkwürdig statisch, weil sie sich auf die gegenwärtige Situation fixierte und zu erwartende Entwicklungen nicht einbezog. Obwohl die Graserschule seit 1875 als Schule am jetzigen Standort existiert und gut noch weitere 100 Jahre oder mehr als Schule erhalten werden kann, wurde nicht sie als Konstante berücksichtigt. Als unveränderbar  wird von den  Befürwortern der Verlagerung stattdessen die heutige Verkehrslage hingenommen. Tatsächlich entstand das heutige hohe Verkehrsaufkommen aber erst in den letzten 40 Jahren. Es hat sich in dieser geschichtlich kurzen Zeit bis zur heutigen extremen Intensität entwickelt. Wegen des dringend notwendigen Klimaschutzes und sparsameren Umgangs mit den endlichen...
By Werner Kolb on Mittwoch, 4. November 2015
So alle paar Jahre esse ich einen Burger von einer dieser unsäglichen FastFoodKetten. Für die nächsten Jahre weiß ich dann wieder, warum ich den Scheiß nicht esse. Mit manchen ehemaligen Wirkungsstätten ist es ähnlich. Nach dem zweiten Besuch des Stadtrates seit 2002 am letzten Mittwoch wusste ich wieder, warum ich dieses Gremium leichten Herzens verlassen habe. Die vergangenen 13 Jahre helfen natürlich, die Betriebsblindheit des Insiders zu verlieren.

Die meisten Teilnehmer dieses monatlichen Events scheinen sich verabredet zu haben, ein Gefühl gepflegter Langeweile zu verbreiten. Ihre Kunst, rhetorische Ödnis zu zelebrieren, ist hoch entwickelt. Mich erinnerten die meisten Redebeiträge an das Vorlesen eines Grundbucheintrages durch einen routinierten Notar. Dazu passt, daß man nur mühsam herausfinden kann, welcher Hinterkopf gerade redet. Die Stadträte sitzen nämlich immer noch in jener altehrwürdigen strikten Ordnung vor der/m ZuschauerIn, wie sie wohl schon zu Zeiten Kaiser Wilhelms beim Unterrichten...

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