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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Montag, 23. September 2013
Es gibt, das weiss selbst ein Tanzmuffel wie ich, keinen langweiligeren Tanz als den Foxtrott. Eben deshalb eignet er sich so gut zur Beschreibung der Performance, die von den Grünen im eben beendeten Wahlkampf geboten wurde. Am Ende einer langen, durch die rotgrüne Regierungszeit beschleunigten Entwicklung, versanken die Grünen, die einst die Republik gerockt hatten, im Foxtrott-Düdeldüdü. Daß es dem Publikum erst in diesem Wahlkampf auffiel, müssen die Grünen ihrem diesmal gewählten Hauptthema ?Wir sind so mutig, daß wir Steuern erhöhen wollen? zuschreiben. Sie haben es damit nicht nur geschafft, eine Forderung unvermittelt und einsam in den virtuellen Wahlkampfraum zu stellen, die man nur im Zusammenhang mit einem Gesamtkonzept erklären kann: warum braucht man Steuererhöhungen, obwohl die deutschen Staatsfinanzen angeblich so gut dastehen wie lange nicht mehr, wofür sollen sie verwendet werden usw.. Wenn es dafür Erklärungen gab, wurden sie nicht ausreichend oder so dargestellt, daß sie niemand verstand. Sie...
By Werner Kolb on Montag, 9. September 2013
Stellen Sie sich vor, liebe Leserin, lieber Leser, Sie gehen in einen Obstladen, weil Sie Zwetschgen kaufen wollen. Dort finden Sie aber alles mögliche Obst, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nektarinen und Bananen, aber keine Zwetschgen. Kaufen Sie dann Bananen statt Zwetschgen? Wenn Sie das tun, resignieren Sie nicht nur enttäuscht, sondern vermitteln dem Obsthändler die falsche Information, daß nicht Zwetschgen, sondern Bananen von seinen Kunden gewünscht werden. Das passiert besonders dann, wenn Sie dem Händler Ihren eigentlichen Wunsch nicht rückmelden.

Mit Gaucks Aufforderung, bei den anstehenden politischen Wahlen doch wenigstens das kleinere Übel zu wählen ? quasi Bananen statt der gewünschten, aber nicht vorhandenen Zwetschgen - ist es dasselbige. Zum einen ist es auch für den, der es so nennt, offenbar ein Übel. Zum anderen verschaffen Sie sich selbst ein schlechtes Gefühl, weil Sie etwas tun, was Sie gar nicht wollen. Und Sie vermitteln der gewählten Partei die falsche Information, daß sie für Sie wählbar...
By Werner Kolb on Samstag, 17. August 2013
"Dies ist kein Radweg", rief mir ein autofahrender Soziopath vor kurzem durch sein extra geöffnetes Autofenster zu, während er viel zu nahe, unter Mißachtung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes von1,5 bis 2 m, an mir vorbeifuhr. Passiert ist das auf dem kurzen steilen Stück der Cosima-Wagner-Strasse hinauf zur links abzweigenden Nürnberger Strasse. Dort gibt es keinen Radweg, nicht einmal einen jener miserablen und unzumutbaren, die man nicht mehr benutzen muß. Andere fahren, wenn sie einen kurz vor einer roten Ampel überholen, bewußt millimeternahe an den Randstein, damit man nicht, was rechtens ist, rechts vorfahren kann bis zur Ampel (dagegen gibt es allerdings einen einfachen Trick: links überholen, mittig aufstellen und sehr langsam und sehr umständlich anfahren, wenn die Ampel grün wird). Andere berichten von einem wild gewordenen Raser, weißer Audi mit schwarzem Dach, der im Industriegebiet sein lebensgefährliches Unwesen treibt und auch in Kauf nimmt, Radfahrer und Fußgänger über den Haufen zu fahren....
By Werner Kolb on Donnerstag, 8. August 2013
Jetzt hat auch schon der Spiegel geschnallt, daß mit dem mainstream etwas nicht stimmen kann (Spiegel Nr. 32/2013, Seite 22ff). Auch er registriert gegenüber jeder Art von gesellschaftlicher und/oder politischer Änderung eine merkwürdige Verweigerungshaltung des mainstreams, die man ganz gut mit einem abgewandelten Werbespruch beschreiben kann: ?Es soll so bleiben,wie es ist?. Verweigert wird auch wahrzunehmen, daß sich, entgegen dieses kindlich regressiven Wunsches, alles mit nie dagewesener Geschwindigkeit ändert: Klima, Ressourcen, Weltbevölkerung, Finanzwirtschaft, globale Industriegesellschaft. Die Konflikte, besonders die innergesellschaftlichen, nehmen in weiten Teilen der Menschenwelt zu, in immer mehr Ländern brechen die staatlichen Strukturen zusammen. Somalia ist längst nicht mehr der einzige ?failed state?, es sind einige hinzugekommen: Afghanistan, Pakistan, Haiti, Libyen, Irak usw. . Verweigert sich der mainstream einer Welt, die er nicht mehr begreift?

Der britische Politikwissenschaftler...
By Werner Kolb on Montag, 22. Juli 2013
Wer davon spricht, daß es doch richtig sei, lieber das kleinere Übel zu wählen als gar nichts, erkennt schon mal an, daß es außer Üblem nichts zu wählen gibt. Aber warum soll ich mich dann für eines der üblen Angebote entscheiden, statt für keines?

Nehmen wir ein Beispiel. Der Klimawandel wäre nur noch unter der lebensweltverträglichen  Grenze von 2 % Temperaturzunahme zu halten, wenn sich alle Industriestaaten entschlössen, ihreCO2-Emissionen bis 2050 um 80 % zu senken. Das ist nur möglich, wenn man auf Wirtschaftswachstum nicht nur verzichtet, sondern die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zurückfährt.  Entschieden werden muß das die nächsten 5 ? 10Jahre. Daran glaubt niemand mehr, zur Zeit geht der Trend eher auf mehr als 6 % Temperaturzunahme. Jede Zunahme von mehr als 2 % führt zu unberechenbaren klimatischen Turbulenzen, die sich auf die Versorgung der Menschenwelt mit Nahrung, Wasser, Gütern und Dienstleistungen auswirken werden. Und es gibt den drohenden?Peak everything?, der die Aussichten...
By Werner Kolb on Montag, 18. März 2013
Als die europäische Politikerkaste den irischen Steuerzahlern die Schulden aufbürdete, die von den finanzkapitalistischen Zockern verursacht worden waren, schwiegen die Deutschen und andere EuropäerInnen. Sie schwiegen auch noch, als das gleiche asoziale Spiel mit den Portugiesen durchgezogen wurde. Die Griechen überzogen sie mit einem Shitstorm, weil sie der eiskalten Königin neoliberaler Abzocke in Europa, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, glaubten, die Griechen seien selbst schuld. Daß es auch in Griechenland Zocker, Bankster, internationale, insbesondere deutsche Konzerne und die korrupten, moralisch versauten griechischen Eliten von Politik und Wirtschaft waren, die Griechenlands BürgerInnen und die EU-Kassen ausplünderten, haben sie bis heute nicht so recht begriffen.

In Zypern nimmt dieses skrupellose Spiel eine neue Qualität an. Jetzt müssen Zyperns einfache BürgerInnen nicht nur mit ihren Steuern, sondern auch mit ihren meist eher mickrigen Spargroschen für die ?notleidenden? zyprischen Banken...
By Werner Kolb on Mittwoch, 20. Februar 2013
Man könnte, sieht man sich den Werdegang eines Konzeptes der AWO zur Stadtteilentwicklung in der Altstadt an, beinahe meinen, Stefan Schlags wunderbare Himmelsleiter gäbe es schon und das Konzept wäre von seiner Spitze hinabgestürzt in den tristen Bayreuther Verwaltungstrash: vom himmelhochjauchzend geforderten und begrüßten Entwurf zur verwaltungsinternen Nullnummer. Von der Stadtverwaltung wurden die beiden AutorInnen, Waltraud Tost und Thomas Wattenbach, zum Jahreswechsel noch gedrängt, doch bitte umgehend dieses tolle Konzept vorzulegen, damit es noch in die Haushaltsvorberatungen eingebracht werden könne. Im Verwaltungsentwurf des Haushaltes stellte es das Sozialreferat, Leiter ist Carsten Hillgruber, dann allerdings mit NULL! Euro ein.

Dieses Konzept soll in einem städtischen sozialen Brennpunkt die verschiedenen sozialen Initiativen, vom Stadtteilcafé Klatsch, über die soziale Betreuung von Jugendlichen und hilfebedürftigen Alten bis zur in der Altstadt angesiedelten Tafel, miteinander koordinieren...
By Werner Kolb on Donnerstag, 11. Oktober 2012
Als Stadtrat gehörte ich zu jener Stadtratsmehrheit, die Ende der neunziger Jahre der Beteiligung der E.ON, damals noch EVO, an der BEW zustimmte.Wie viele andere tat ich das, weil mit dem Erlös des Beteiligungsverkaufs die Finanzierung der Lohengrin-Therme leichter als mit der Aufnahme von Krediten machbar war. Und die Lohengrin-Therme war eine gute Gelegenheit, die Attraktivität des ?Gesundheitsstandortes? Bayreuth zu verbessern.

Diese Zustimmung war für mich nicht leicht, aber durch die vom damaligen OB Dr. Dieter Mronz mit der EVO ausgehandelten Vertragsbedingungen akzeptierbar. Neben der Begrenzung der Beteiligung auf 24,9%, mit der die Stadt, vertreten durch den Stadtrat, weiterhin volle Kontrolle und Verfügung über die BEW behielt, war das vor allem die Bedingung, daß die Aufsichtsratsmitglieder der BEW eventuelle Beschlüsse des Stadtrates im Aufsichtsrat vertreten müssen, auch wenn sie oder ihre Fraktion im Stadtrat dagegen gewesen waren. Dadurch war die ?Hoheit? des Stadtrates über den Aufsichtsrat...
By Werner Kolb on Dienstag, 18. September 2012
Wer glaubt, daß mit der Gründung des ESM die EURO-Krise vorbei ist, wird innerhalb der nächsten 5 oder, wenn es sehr gut läuft, 10 Jahre böse aufwachen aus diesem Traum, wenn der EURO endgültig geschreddert wird; denn mit ESM, Fiskalpakt und unbegrenztem Geldeinsatz der EZB werden die eigentlichenUrsachen der Krise, die ungleichen Finanz-, Steuer-, Wirtschafts- und Sozialparameter der EURO-Staaten, nicht beseitigt. Die neoliberalen Traumtänzer, die diese Krise verursacht haben, denken erst gar nicht soweit. Ihr Wirtschaftsverstand dreht sich ausschließlich um das Wort ?Austerity?, soweit es um staatliche und soziale Einkommen geht. Ansonsten mästen sie die Reichen und Superreichen mit dem, was sie den ?normalen? Bürgern abnehmen.

Im Kreis derer, die weiter denken, Keynesianer, Marxisten,Postwachstumler etc., gibt es inzwischen eine Fülle von Vorschlägen, die schon deshalb unübersichtlich geworden sind, weil sie gewöhnlich in langen oder sehr langen Texten enthalten sind. Aus dieser Fülle habe ich hier ?das...
By Werner Kolb on Freitag, 8. Juni 2012
Der Nordbayerische Kurier berichtete am 5.6.2012 über schlechte Radwege in Bayreuth. Dieser Blogeintrag, der teilweise im Nordbayerischen Kurier als Leserbrief veröffentlicht wurde, bezieht sich auf diesen Bericht.

Was mir besonders aufstieß am NK-Bericht über des Radlers Frust, war die Bemerkung des Stadtbaureferenten Striedl, er könne sich hier ?eine Abschaffung der Zwangsbenutzung des Radweges vorstellen?. Unverschämt daran ist, dass er damit so tut, als wäre das dann eine freiwillige und gar nicht groß genug zu rühmende Gnadentat des Rathauses für seine geliebten Radfahrer. Tatsächlich ist der Herr Stadtbaureferent und mit ihm das Rathaus seit dem 18.11.2010 nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes dazu gezwungen, die Straßen überall dort für die Radfahrer zu öffnen, wo keine besonderen örtlichen Verhältnisse bestehen, die das allgemeine Risiko übersteigen. Aufgrund dieses Urteils haben andere oberfränkische Städte wie Bamberg und Kulmbach (bei denen habe ich recherchiert) längst begonnen, überall...

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