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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Dienstag, 19. Juli 2011
Sie finden nichts Ungewöhnliches an diesen drei älteren Herren? Ich auch nicht. Das ist aber das Dilemma; denn alle drei werden als mögliche Kanzlerkandidaten der SPD gehandelt. Der ältere Herr links ist Peer Steinbrück. Von ihm sind zwei außergewöhnliche Geschichten zu berichten. In der einen Geschichte ist er ein Politiker, der nur solange Ministerpräsident war, nämlich in Nordrhein-Westfalen von 2002 bis 2005 als Nachfolger von Wolfgang Clement, wie er dazu nicht gewählt werden mußte. Bei der Landtagswahl 2005 verlor er gegen Jürgen Rüttgers. Die zweite Geschichte handelt davon, daß er bis zur Pleite der Bank "Lehman Brothers" im September 2008 steif und fest behauptete, daß die deutschen Banken von den...
By Werner Kolb on Donnerstag, 14. Juli 2011
Das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, der Titel der Geschichte, die jetzt wieder von der Politik über die Ratingagenturen erzählt wird. Die großmächtigen Politiker möchten damit vergessen machen, daß sie es waren, die kriminellerweise alle Warnungen in den Wind schlugen und den EURO einführten, ohne EURO-Land eine gemeinsame Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik zu verordnen. Seitdem driften die EURO-Länder wirtschaftlich auseinander. Die Finanzkrise war der letzte Punch, der die angeschlagenen Länder niederstreckte. Bis heute weigert sich die Politik, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen und die Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik in EURO-Land zu vereinheitlichen. Stattdessen schiebt man den Ratingagenturen den Schwarzen Peter zu mit dem Argument, sie würden die Schuldenkrise der angeschlagenen EURO-Länder verstärken. Genausogut könnte man alle Maßbänder aus dem Verkehr ziehen mit der Begründung, dass sie zu genau messen. Das heißt nicht, daß die Ratingagenturen ohne Fehl und Tadel sind. Ihre...
By Werner Kolb on Montag, 21. März 2011
Selbst die positive Entscheidung, die sieben alten Atomkraftwerke wenigstens vorläufig vom Stromnetz zu nehmen, enthält noch eine schlimme Erfahrung: Auch eine Kanzlerin, die Physik studiert hat, gründet ihr Handeln im Zusammenhang mit lebensgefährlichen Großtechnologien auf Erfahrung, in diesem Fall auf die Erfahrung der entsetzlichen Geschehnisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1.



Handeln aus Erfahrung ist die archaische Form des Entscheidens, die schon unsere Vorfahren als Jäger und Sammler beherrschten. Für sie war das, vor 70000 Jahren, eine ihrer Umwelt und deren Gefahren angemessene Verhaltensweise; denn die vielleicht schlimmste drohende Gefahr war, daß einer aus der Horde von einem Raubtier angefallen und getötet wird. Sie taugt aber ganz bestimmt nicht für heutige Großtechnologien, deren "Restrisiko" bei Eintritt des Risikofalles darin besteht, daß weite Teile Deutschlands für Jahrtausende radioaktiv verseucht werden und Tausende Menschen direkt oder erst nach Jahren getötet werden....
By Werner Kolb on Donnerstag, 3. März 2011
In der Vergangenheit sind immer wieder Studien erschienen mit der immer gleichen Aussage, daß etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung autoritären Staatsstrukturen zuneigt, sich nach dem "starken Mann" sehnt. In der nüchternen Sprache wissenschaftlicher Studien klang das nicht so aufregend. Die Ergebenheitsadressen der Guttenbergschen Anhänger malen diese "Studienskizzen" jetzt aber zu einem Bild des Entsetzens aus. Wie unselbständig, charakterschwach und orientierungslos muß sein, wer seiner "Lichtgestalt" auch dann noch verbal die Füße küßt und weiter an ihr Halt sucht, wenn die sich als Betrüger erwiesen hat? Als skrupelloser Karrierist, der bedenkenlos sein Personal feuert, wenn er Sündenböcke braucht. Als Blender, der zwar spektakuläre Schnellschüsse setzt, dann aber, wie bei der Opelkrise, schnell den Schwanz einzieht, wenn es für seine Karriere brenzlig wird. Oder der schnell mal eine riesige Bundeswehrreform, im Prinzip begrüßenswert, in die Welt setzt, ohne vorher wichtige Voraussetzungen bedacht...
By Werner Kolb on Sonntag, 16. Mai 2010
Ich widerspreche Ihnen, Frau Bundeskanzlerin, weil Sie mit ?wir? alle einbeziehen. Also auch die Alleinerziehenden, die mit ihren Kindern in Armut leben, ebenso wie jeder vierte junge Erwachsene. Auch die durch den Rost einer gnadenlosen kapitalistischen Wirtschaftswelt Gefallenen, die von kläglichen Hartz IV-Sätzen leben müssen. Die Geringverdiener, die ihren Verdienst mit Harz IV aufstocken müssen und als RentnerInnen in der Armut landen werden. Und die Normalverdiener, die seit 30Jahren hinnehmen müssen, daß ihre Reallöhne sinken, während die Gewinne der Reichen und Superreichen explodieren. Nicht wir, sondern eine winzig kleine, radikale, raffgierige und asoziale Minderheit hat über unsere Verhältnisse gelebt, die Reichen und die Superreichen. Sie spekulieren mit dem Geld, das sie uns abgepresst haben, seit sie die Macht dazu haben. Sie haben damit diese Welt in eine Finanz- und Wirtschaftskrise getrieben, wegen der viele von uns ihre Arbeitsplätze verloren oder auf Kurzarbeit gesetzt wurden. Sie treiben...

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